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Von der Stiftung Deutsche Krebshilfe dankt Dr. Franz Kohlhuber für die Unterstützung

Oerlinghausen (pk). Bereits zum 13. Mal hieß es am 10. November in Oerlinghausen „Rock gegen Krebs“. 1.100 Besucher hatten die Aula des Schulzentrums zum Wackeln gebracht – 16.000 Euro kamen zusammen. Das Spendenniveau der letzten Jahre blieb somit erhalten. Zu Hits von Ireen Sheer, den Thunderbirds, Rattles und der Schürzenjäger wurde gerockt. Mit einer großen Dankeschön-Party im katholischen Gemeindehaus an der Marktstraße dankte Klaus „Hase“ Büker, Ideengeber und Vorsitzender des Vereins, den rund 80 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für ihren großen Einsatz. Von emotionaler Freude des Publikums und Lobeshymnen der Künstler hatte er berichtet. „Das Lob gebe ich gerne an euch weiter“. Eines aber hatte ihn nicht nur traurig sondern auch wütend gemacht. Ein paar Kritiker hatten Anstoß an der Dankeschön-Party genommen. Sie sind der Meinung, dass das hierfür verwendete Geld besser ebenfalls gespendet werden sollte. „Es ist beschämend, dass man uns diese Party nicht gönnt“, wetterte Büker und führte den immensen unbezahlten Stundeneinsatz aller Aktiven nicht nur während der Veranstaltung sondern auch lange davor und danach vor Augen. „Es ist eine Frechheit, einen Verein zu kritisieren, der seit 13 Jahren insgesamt rund 180.000 Euro gespendet hat.“ Als ehemalige Oerlinghauser Bürgermeisterin und Schirmherrin seit der ersten Stunde, hob Ursula Herbort neben der großartigen Unterstützung für die Deutsche Krebshilfe die Qualität der Veranstaltungen für alle Rockbegeisterten hervor. „Rock gegen Krebs“ – das ist Kultur auf allerhöchstem Niveau,“ sagte Herbort. Die Helferparty, das betonten auch von der Stiftung Deutsche Krebshilfe Franz Kohlhuber und Birgit Teske (Kinderkrebsstation Bethel), sei absolut gerechtfertigt. Dass sie dies hervorhoben, hatte seinen Grund. Nach den 13 bisherigen Konzerten in Oerlinghausen seien insgesamt bereits 150.000 Euro an die Krebshilfe geflossen. „Das ist schon enorm und in dieser Größenordnung und Kontinuität etwas Besonderes“, betonte Franz Kohlhuber. Er berichtete von 500.000 Krebsneuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. „Je älter die Bevölkerung, desto höher die Zahlen.“ Punktuell gebe es sehr gute Erfolge, „ob man den Krebs aber wirklich besiegen kann, weiß man derzeit nicht.“ Derzeit engagiert sich die Krebshilfe verstärkt auf dem Gebiet der Prävention. „Leider haben jedoch noch viele Menschen Scheu, Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen“, so Kohlhuber. Die kräftige Finanzspritze aus Oerlinghausen soll diesmal in ein Forschungsprojekt fließen, das sich mit der Metastasierung beschäftigt. Das Vorstandsmitglied der Stiftung konnte einen Scheck in Höhe von 10.825 Euro mit nach Bonn nehmen. Kohlhuber konnte ebenso wie Birgit Teske Zweifel ausräumen, ob das zugedachte Geld denn auch zweckgebunden ausgegeben wird. „Es wird genau dafür verwendet, wofür es gedacht ist.“ Die Pflegeleiterin der Kinderkrebsstation Bethel konnte einen Scheck in Höhe von 1.200 Euro in Empfang nehmen. Davon soll ein spezieller Stuhl für jugendliche Krebskranke angeschafft werden, damit sie während zwischenzeitlicher Kurzaufenthalte nicht im Bett liegen müssten, erläuterte Teske. Von den insgesamt 15.625 Euro, die bei der jüngsten Ausgabe von „Rock gegen Krebs“ zusammenkamen, gehen jeweils 400 Euro an den Malteser Hilfsdienst Lage, an den TSV Oerlinghausen, die Freiwillige Feuerwehr Oerlinghausen und an das Sozialamt der Stadt. Für eine volle Tanzfläche sorgte die Osnabrücker Band „KaiserBeats“ – sie lockten bereits zum Kartenvorverkauf das Publikum auf die Tanzfläche. Auch DJ Svenni war wie immer mit dabei. Die 14. Ausgabe von Rock gegen Krebs wird am 9. November 2019 stattfinden. Auf der Bühne werden dann vermutlich Voodoo Lounge, Slade, Linda Gail Lewis (Schwester von Jerry Lee Lewis) mit der Band Lenne Brothers und, so ist es geplant, das Duo Geier Sturzflug stehen. Als Vorverkaufstermin steht der 16. August 2019 bereits fest.