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Asemissen erhält ein neues Begegnungszentrum

Leopoldshöhe-Asemissen (pk). Die Asemisser Festhalle ist Geschichte – dass an gleicher Stelle errichtete Begegnungszentrum „B-4“ steht kurz vor der Eröffnung. Es soll sich zu einem zentralen Treffpunkt für alle Menschen entwickeln, Ziel sind die Integration und die Identifikation mit dem Wohnort. Am Sonntag, 7. April 2019, soll das Zentrum mit einem Bürgerfest eingeweiht werden. „Das Gebäude ist fast fertig, jetzt sind nur noch Reinigungsarbeiten zu erledigen“, teilte Bürgermeister Gerhard Schemmel in einem Pressegespräch mit. Bis Anfang April würden auch die Bauarbeiten in der angrenzenden Sporthalle noch beendet. Von dem Ergebnis konnte er sich bereits überzeugen und war begeistert. „Ein tolles Ambiente, vor allem die Außenterrasse ist schick geworden“, sagte er. Im Mittelpunkt steht ein großer Gemeinschaftsraum, der Platz für 60 bis 70 Personen bietet. Der Saal sei ein geeigneter Treffpunkt für Vereine, Verbände, Senioren und andere, meinte der Bürgermeister. Er könne sich vorstellen, hier auch kleine Kulturveranstaltungen anzubieten. Zum Begegnungszentrum gehören noch zwei Seminarräume, auch die Asemisser Zweigstelle der Gemeindebibliothek (bislang in einem Ladenlokal an der Hauptstraße untergebracht) werde hier einziehen. Da sich das Zentrum allen Bürgerinnen und Bürger offensteht, werde der „Treff 303“ aufgegeben. Um das Gebäude mit Leben zu erfüllen, wurde eigens eine neue Stelle geschaffen: Seit dem 15. Dezember 2018 ist Anna-Lena Bargfrede als Quartiersmanagerin tätig. Die Diplomsozialarbeiterin und Diplomsozialpädagogin wird die Räume verwalten, bestehende Gruppen begleiten und zugleich neue Aktivitäten anregen. Ihre Aufgabe sieht sie darin, Interessengruppen zu unterstützen und langfristig ein Netzwerk zu schaffen. „Die Volkshochschule wird hier Kurse durchführen, mit weiteren Anbietern bin ich schon im Gespräch“, sagte die 33-Jährige. Allerdings wird sie nicht selbst vorgeben, wie die Räume genutzt werden können. Um Ideen und Wünsche zu ermitteln, wird Anna-Lena Bargfrede nicht nur Vereine besuchen, sondern auch eine Bürgerbefragung durchführen. „Als wünschenswert wurden mir schon Angebote speziell für Frauen und Seminare zur Entspannung genannt“, berichtete sie.

Das Begegnungszentrum richte sich an alle Menschen – an Alte und Junge, Kinder, Migranten und Einheimische, betonte Bürgermeister Schemmel. „Die Erwartungen sind groß“, sagte er. Große Feiern bis in die Morgenstunden wie früher in der Festhalle seien aus der Mode gekommen, aber das Haus biete viele Möglichkeiten, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Hier könnten sich Rentner zur Skatrunde und Kindergarten-Eltern zum Stammtisch treffen. „Ich bin gespannt, welche Projekte noch entstehen werden.“ Um die Bandbreite deutlich zu machen, wurde der Name „B-4“ gefunden. Er steht für Begegnung, Bewegung, Bildung und Bücherei. Beim Einweihungsfest können alle Interessenten den neuen Treffpunkt erstmals kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Es wird Spielangebote für Kinder geben, der Runde Tisch Asyl bereitet ein internationale Kuchenbüfett vor.