Seite wählen

Die Ära des Geschäftsführers Fritz Brokbartold ist zu Ende – Eleni Konstantinidis übernimmt

Leopoldshöhe (pk). Die Ära Fritz Brokbartold im Partnerschaftsverein Leopoldshöhe ist zu Ende. Knapp 30 Jahre betreute er die Geschäfte des Partnerschaftsvereins. Seit Anfang des Jahres ist er als Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung im Ruhestand. Anlass für ihn, seine Tätigkeit in neue Hände weiterzugeben. Seine Nachfolgerin ist Eleni Konstantinidis. Sie skizzierte das „polnische Jahr“. In diesem Jahr besteht die Partnerschaft zwischen Leopoldshöhe und Myslakowice seit 20 Jahren und mit einer Reihe von Veranstaltungen wird der Verein dieses Ereignis feiern. Vom 24. bis 27. April 2019 fährt eine Gruppe Leopoldshöher nach Danzig, vom 14. bis 17. Juni 2019 reist eine andere Gruppe nach Myslakowice und im Sommer wird es ein Internationales Jugendcamp im polnischen Masuren geben. Dort werden französische, polnische und deutsche Jugendliche zusammenkommen. Im Oktober wird ein polnischer Film im Kommunalen Kino Leopoldshöhe gezeigt. Am 8. November soll es eine Lesung geben, wahrscheinlich im neuen Integrationszentrum B-4 in Asemissen. Zwei Veranstaltungen hätten das vergangenen Jahr geprägt, berichtete der Vorsitzende des Vereins Karl Harbaum. Die Vorbereitung des Partnerschaftstreffens im Frühjahr mit 24 Gästen aus Polen und 25 Gästen aus Frankreich hätten viel Arbeit gemacht, aber auch viele Begegnungen gebracht. Zum Beispiel beim Sport- und Kulturfest in der Aula des Schulzentrums. Die zweite Veranstaltung sei das sommerliche Internationale Jugendcamp auf der Insel Norderney – das intensiv vor- und nachbereitet worden sei. Im Juli letzten Jahres ist Bürgermeister Gerhard Schemmel mit einer Gruppe der Arbeiterwohlfahrt Leopoldshöhe in Polen gewesen. Schemmel und Harbaum, haben im September 2018 St. Gaultier besucht. Im kommenden Jahr sei eine Fahrt des Partnerschaftsvereins in die französische Partnerkommune zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft geplant. „Eine wichtige Aufgabe des Partnerschaftsvereins sei die Werbung von neuen Mitgliedern sowohl unter den Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule als auch unter deren Eltern“, sagte Harbaum und verwies auf die friedensfördernde Wirkung des Vereins. „Die Weltlage macht es deutlich, wie wichtig die Arbeit des Partnerschaftsvereins ist“, so Harbaum. Bei der Verabschiedung Fritz Brokbartolds wurde es emotional. „Viele Veranstaltungen habe er maßgebend organisiert“, stellte Harbaum fest. Viel Arbeit habe er auch in die Ausarbeitung der Programme für die ausländischen Gäste und in die Suche der Gastfamilien gesteckt. Diese Programme seien Voraussetzung für die Fördergelder des deutsch-französischen und des deutsch-polnischen Jugendwerkes. „Er hat immer finanzielle Auswege gewusst“, teilte Harbaum mit Blick auf die Verwaltungsfähigkeiten Brokbartolds mit. Die Nähe zum Bürgermeister habe ihm geholfen, sagte Brokbartold in seiner Reaktion auf Harbaums Laudatio. Die Partnerschaften seien nicht nur Sache des Partnerschaftsvereins, sondern auch der Gemeinde. Die habe sie beschlossen.

Info Patenschaften: Neben den Partnerschaften nach Polen und Frankreich unterhält der Verein auch Patenschaften nach Afrika und Sri Lanka. Deren Pflege liegt in den Händen der wiedergewählten zweiten Vorsitzenden Ulrike tom Suden. Dort habe der Verein in finanziellen Notlagen mehrfach schnell helfen und so beispielsweise die Ausbildung eines jungen Mannes im Senegal sichern können. Geholfen hätten dabei Spenden, unter anderem die der Mitarbeiter des Leopoldshöher Bauhofes, die ihre Trinkgelder gesammelt und an den Verein weitergegeben hätten, berichtete tom Suden.