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Vom 15. bis 20 September besuchten wir bei goldenem Herbstwetter die Highlights längs des legendären Rennsteigs. Gut versorgt wurden wir im Waldhotel Friedrichroda mitten im Thüringer Wald und Teil des heilklimatischen Kurorts.

Schon am Tag der Anreise besuchten wir die nahe gelegene Marienglashöhle. Unter sachkundiger Führung lernten wir viel über die Entstehung des Thüringer Waldes und den seit Jahrhunderten betriebenen Bergbau. Auch die Marienglashöhle ist ein ehemaliges Bergwerk in dem von 1778 – 1903 Gips abgebaut abgebaut wurde. Nachdem sich der Abbau nicht mehr lohnte sicherte man die Gewölbe und machte die dort gefundene geologischen Attraktionen Besuchern zugänglich.  Hierzu zählt die beim Gipsabbau entdeckte Kristallgrotte mit sehr reinen Gipskristallen von bis zu 90 cm Länge. Diese wurden früher gespalten und dienten als Schmuck für Marienbilder und Reliquienbehälter.

Am zweiten Tag fuhren wir zum großen Inselsberg mit seinen 917 m Höhe.  Früher ein verbotener Ort und Lauschposten der Stasi ist er heute ein Besucherzentrum mit Aussichtsturm der auf seiner höchsten Etage einen atemberaubenden 360° Panoramablick bietet. Die Sicht reichte gen Osten bis Oberhof und in Richtung Norden bis zur Wartburg. Nach dem Inselsberg besuchten wir noch die Trusetaler Wasserfälle. Angelegt von  Trusetaler Bergleuten, wird das Flüsschen Truse durch einen mehr als drei Kilometer langen Graben über eine fast 60m hohe Felsformation geführt von wo das Wasser tosend in die Tiefe stürzt.

Dienstag fuhren wir mit dem Bus durch die schöne Thüringer Landschaft über das legendäre direkt auf dem Rennsteig gelegene Hotel Schmücke bis in das Wintersportzentrum Oberhof. Bei der Besichtigung der Wintersportanlagen konnten wir zusehen wie die deutsche Skispringer Elite auf der berühmten 140m Großschanze  trainierten. Das sieht auch ohne Schnee noch viel spektakulärer aus als im Fernsehen.   Wir besuchten anschließend noch das Meeresaquarium in Zella-Mehlis und die wunderschöne Fachwerkstadt Schmalkalden.

Am Abend im Hotel veranstalteten die Chefin „Peggy“ zusammen mit großen und kleine Sängern die bekannte Rennsteig-Revue. Mit dieser ansteckenden Animation schunkelten am Ende alle zu der volkstümlichen Musik aus Thüringen.

Am Mittwoch stand der Nationalpark Hainich auf dem Programm. In 25-30m Höhe gingen wir auf dem „Baumkronenpfad“ durch das Blätterdach der größten nutzungsfreien Waldfläche Deutschlands. Von der biologisch ausgebildeten Führerin erfuhren wir, dass sich dieser selbst erneuernde Wald besser an die Klimaveränderungen anpassen kann. Als Kontrast zum Hainichen Urwald stand der Besuch des Rosengartens und des Japanischen Gartens in Bad Langensalza. Hier bestaunten wir die Kunst des Züchtens und Formens von Pflanzen und Gärten.

Am Donnerstag besuchten wir den Ort Oberweißbach. Hier fuhren wir wie versprochen mit der denkmalgeschützten Standseilbahn. Sie verbindet die Schwarzbachbahn  mit der 323m höher gelegenen Stichbahn nach Cursdorf. Die Bahn transportiert immer noch Menschen und Bahn-Wagons. Wir alle fanden Platz in einem umgebauten Bahn-Wagon der auf der Bergbahn-Güterbühne stand. Der offene Wagon bot uns einem herrlichen Blick über das Schwarzatal.

Ein anschließender Abstecher nach Neuhaus am Rennweg führte uns noch in die neugotischen Holzkirche von 1891, eine der letzten Holzkirchen Deutschlands. Wir wurden stilgerecht mit Orgelmusik von Bach begrüßt. Unsere „Amsel“  Chormitglieder nutzten die gute Akustik für den Vortrag eigener Lieder. Die Kirchenleitung zeigte sich beeindruckt und hätte sie am liebsten weiter engagiert.

Am Abend saßen wir noch gemütlich zusammen und nutzten die Gelegenheit uns bei Reinhard Leimkühler für die gelungene Organisation der Reise zu bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf die Reise im nächsten Jahr nach Weimar.