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Leopoldshöhe (pk). Singen bereitet Freude – nicht nur allein den Aktiven selbst, sondern erst recht dem Publikum. Diese Erkenntnis nahmen die Zuhörer in der vollbesetzten evangelisch-reformierten Kirche vom Herbstkonzert des Männergesangvereins (MGV) Leopoldshöhe mit nach Hause.

Erst im Frühjahr hatten die Sänger mit ihrer Chorleiterin Carola Müller-Schmidt mit einem vielbeachteten Konzert ihr 140-jähriges Bestehen gefeiert. Im Herbst hieß es jetzt „Wir laden uns gern Gäste ein“. Dazu wünschte auch der Hausherr, Pfarrer Hendrik Meier, allen Gästen viel Vergnügen.

Unter ihnen verfolgte auch der Geschäftsführer des Lippischen Sängerbundes, Hartmut Roestel, das Programm. In gewohnt gut gestimmter Weise präsentierten sich die Sänger des MGV. Zur Begrüßung trugen sie „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ vor, ein Gedicht von Christian Fürchtegott Gellert, das Ludwig van Beethoven vertont hat.

In „Schäfers Sonntagslied“ nach einem Gedicht von Ludwig Uhland erklang aus 34 kräftigen Kehlen: „Das ist der Tag des Herrn“. „Die Nacht“ nach Franz Schubert und das „Türmerlied“ mit dem Text von Goethe gehörten zu den klassischen Stücken eines Männerchores.

Doch der MGV beherrscht auch moderne Kompositionen, wie das „Strangers in the Night“ und „Rivers of Babylon“ bewiesen. Chorleiterin Carola Müller-Schmidt hatte gute Arbeit geleistet, den Sängerkreis auf das Konzert vorzubereiten. Mit reinen Instrumentalstücken stellte sich das sechsköpfige Musikensemble „Vielsaitig“ aus Blomberg vor.

Dessen Leiter führte jeweils in die Stücke ein, zu denen „Turtle Love“ und die Schiwago-Melodie gehörten. Einfühlsam interpretierten die Musiker mit Gitarre, Mandoline, Querflöte und Klavier auch das jiddische „Donna Donna“ und die Melodie „Time to say goodbye“.

Außerdem bildeten die zarten Klänge des Querflöten-Duos einen reizvollen Kontrast zu dem Männerchor. Christin Zieske und Swaantje van Gellekom hatten ein englisches Volkslied, das sanfte „Morning has broken“ von Cat Stevens und zwei Titel der Gruppe „Abba“ ausgewählt.

Mit einem ehrlich gemeinten, starken Applaus dankten die Zuhörer allen Beteiligten für einen gelungen, kurzweiligen Nachmittag.