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Um neue Mitglieder zu gewinnen, geht die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe kreative Wege

Leopoldshöhe (pk). Eine Idee wurde zum Werbeträger: „Die Idee war, den Anhänger der Fahrschule Tuschinsky in Asemissen mit einer Werbung für die Feuerwehr zu bekleben“, so erzählt es Tim Schneider aus der Werbegruppe der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe.

Was als ein kleiner Baustein gelten sollte Entpuppte sich als ein Schwergewicht bei der Werbung um neue Mitglieder für die Feuerwehr. Seit Jahren kämpfen alle Freiwilligen Feuerwehren im Lande um Mitglieder.  Die Brandschutzbedarfspläne der Kommunen setzen fest, wie viele Rettungskräfte in welcher Zeit am Einsatzort sein müssen.

Nachts und am Wochenende ist das meist kein Problem, tagsüber schon – denn viele Einsatzkräfte arbeiten nicht an ihrem Wohnort. Das betrifft auch die Leopoldshöher Wehr.

Vor einigen Jahren entschlossen sich die FFW Leopoldshöhe, eine Werbegruppe zu gründen. Mit Hilfe von Michaela Röhler von der Agentur feschart und dem Fotografen Christian Wessel von der Agentur Wessel entwickelte die Gruppe ein Konzept für die Werbung von Mitgliedern.

Es entstanden Banner, die an Straßen und in öffentlichen Gebäuden zu sehen sind und andere Werbemittel. Dann war da noch der Anhänger. Tobias Tuschinsky, passives Mitglied der Feuerwehr, fand die Idee gut, den Anhänger mit Webefolien bekleben zu lassen.

Michaela Röhler besorgte die Gestaltung, Wessel die Herstellung und Pätzold Reklame beklebte den Anhänger, was wegen des Untergrundes mit einer Spezialfolie geschah, wie Tim Schneider berichtet. Seit dem Sommer ist der Anhänger ständig in Lippe unterwegs.

Die meisten seiner Fahrschüler wollten den BE-Schein machen, sagt Tuschinsky – also den Führerschein, der erlaubt, Anhänger bis zur maximalen Zuglast des Zugfahrzeuges fahren zu dürfen. Für die Feuerwehr Leopoldshöhe war und ist der Anhänger unerwartet Werbestark.

„Fünf Bewerbungen für den aktiven Dienst in der Feuerwehr habe es in diesen Monaten gegeben“, berichtet Christopher Dove. Ein Bewerber habe aus gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen werden können, die anderen vier seien in der Probezeit.

Tim Schneider bedauert, dass die Werbegruppe nicht eher auf die Idee mit dem Anhänger gekommen ist: „Dann könnten die vier vielleicht schon Einsätze mitfahren.“

Neben den vier Bewerbern gibt es weitere Neuzugänge bei der Feuerwehr: sechs aus der Jugendfeuerwehr und einen Quereinsteiger.